Qualitätssicherung

Die Böning Automationstechnologie GmbH & Co. KG ist zertifiziert nach DIN ES ISO 9001:2008 und erfüllt damit erhöhte Qualitätsanforderungen. Unser Qualitätsmanagement ist übergreifend und umfasst alle firmeninternen Bereiche. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf unserer hauseigenen Produktion. Unser oberstes Ziel ist eine gleichbleibende Qualität unserer Produkte auf hohem Niveau.

Um den hohen Ansprüchen zu genügen, greifen verschiedene Prüfabläufe ineinander. Dies beginnt bei der Entwicklung, umfasst produktionsbegleitende Tests und schließt den Bereich der Endmontage sowie System- und Burn-In-Tests mit ein.

AOI - Anlage

Auch bei sorgfältig aufeinander abgestimmten Produktions¬abläufen können gelegentliche Abweichungen bei Baugruppen, unzureichende Lötstellen oder Positionierfehler nicht vollständig ausgeschlossen werden. Daher wird jede Komponente schon frühzeitig im Produktions¬prozess untersucht und im „Zweifelsfall“ herausgefiltert.

Ein wesentlicher Baustein unseres Qualitätsmanagements ist ein System zur Automatischen Optische Inspektion  (AOI-Anlage). Die zu prüfende Komponente wird der AOI-Anlage zugeführt und zunächst aus unterschiedlichen Blickwinkeln fotografiert. Intern kommen zwölf Kameras zum Einsatz, deren Aufnahmen mit Hilfe einer aufwändigen Bildverarbeitungssoftware ausgewertet werden. Die geforderten Eigenschaften einer Baugruppe werden aus den Leiterplattendaten extrahiert oder mit Hilfe von Referenzaufnahmen  vorgegeben. Jede mögliche Abweichung vom Soll wird detektiert und alarmiert. Üblicherweise wird die automatische optische Inspektion drei Mal auf jede Baugruppe angewandt. Es sind getrennte Durchgänge zum Prüfen der SMD-Bestückung, der THT-Bestückung (bedrahtete Bauteile) sowie der Platinenunterseite vorgesehen. Das AOI-Prüfsystem ist modular aufgebaut und lernfähig. Der aktuelle technische Stand der Anlage wird durch stetige Erweiterung der Bauteil-Bibliotheken sowie periodischer Softwareaktualisierungen sichergestellt.

AOI - Anlage

EMV- und Umwelt-Labor

Das Haus Böning verfügt über ein umfangreiches eigenes EMV-Labor, welches entwicklungs-begleitende Prüfungen zur Erlangung der CE-Kennzeichnung sowie die wichtigsten Tests der  Klassifikationsgesellschaften ermöglicht. Neben den Prüfungverfahren ESD, Burst, Surge und hochfrequenter Bestromung umfasst unsere Ausrüstung auch eine sogenannte GTEM-Zelle zur Bestrahlung der Prüflinge im Hochfreqenzbereich sowie zur Messung der Störabstrahlung.

Für weiterführende Tests im Umweltbereich steht ein programmierbarer Klimaschrank bereit. Die Funktionalität der zu prüfenden Komponenten kann unter vorgegeben Kälte-Wärme-Bedingungen getestet werden. Für die meisten Baugruppen gilt üblicherweise ein Arbeitstemperaturbereich von -30°C bis +70°C. Geräte für den Außenbereich werden zusätzlich im Tageslichtsimulator getestet und dort hochdosiertem UV-Licht ausgesetzt. Auswirkungen aufgrund starker Sonneneinstrahlung können so bereits in kurzer Zeit sichtbar gemacht werden.

EMV - Anlage
Klimakammer

Burn-In Test

Um die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit der Produkte zu gewährleisten, wird eine Vielzahl der Komponenten und Systeme nach erfolgter Endmontage einem Langzeit-Test unterzogen. Die hierfür erstellten Testaufbauten simulieren einen tatsächlichen Einsatz an Bord. Mögliche Fehler, die bei Montage oder Inbetriebnahme auftreten können, werden so frühzeitig erkannt und bereits im Vorfeld korrigiert. Es wird sichergestellt, dass ausschließlich voll funktionsfähige Geräte die Produktion verlassen.

Klassifikation

Alle sicherheitsrelevanten Geräte aus dem Hause Böning sind klassifiziert nach den Richtlinien der Schiffs-Klassifikationsgesellschaften. Neben den Einzelabnahmen bzw. Typenzertifikaten zu einzelnen Geräten oder Systemen bestehen auch diverse Zertifikate zu verschiedenen Werksabnahmen. Das Zertifikat einer Komponente oder eines Systems bescheinigt die allgemeine Konformität nach den Richtlinien der jeweiligen Klassifikationsgesellschaft. Hierfür sind aufwändige Tests durchzuführen, welche in akkreditierten Laboren durchgeführt werden müssen. Alle sicherheitstechnischen Funktionalitäten werden überprüft, jede Komponente muss ihrem Einsatz entsprechend die vorgegebenen Bestimmungen erfüllen. Heute sehen wir uns in der Lage, vollständig abgenommene Integrierte Systeme anbieten zu können.

Wir streben stets eine enge Zusammenarbeit mit den Klassifikationsgesellschaften an. Der sichere Schiffsbetrieb und die Zuverlässigkeit unserer Produkte stehen für uns an oberster Stelle. Die Böning Automationstechnologie GmbH & Co. KG arbeitet regelmäßig mit folgenden Gesellschaften zusammen:

  • American Bureau of Shipping (ABS), USA
  • Bureau Veritas (BV), Frankreich
  • Det Norske Veritas (DNV), Norwegen
  • Germanischer Lloyd (GL), Deutschland
  • Lloyd’s Register of Shipping (LRS), England
  • Registro Italiano Navale (RINA), Italien
  • Maritime Register of Shipping (RMRS), Russland


Für die Prüfung und Zulassung von Navigations- und Funkausrüstungen ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) zuständig. Hier werden Monitore der Firma Böning, die der Anzeige von elektronischen Radarbildern oder elektronischen Seekarten dienen, überprüft und abgenommen.